Durch natürliche Rotation wieder in den Fluss kommen
Rota-Therapie in Linz: Rota-Prophylaxe & neurophysiologisches Rota-Konzept
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In meiner Praxis arbeite ich ergänzend mit dem neurophysiologischen Rota-Konzept. Ich bin ausgebildete Rota-Prophylaxe-Anwenderin und integriere diesen Ansatz innerhalb meines psychologischen Berufsfeldes in die Arbeit mit Kindern und Familien & für Erwachsene ebenso.
Was ist die Rota-Therapie?
Die Rota-Therapie ist ein neurophysiologisches Konzept. Entwickelt hat es die Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Doris Bartel; ihr Buch dazu heißt „ROTATION – Nahrung für das Gehirn“. Im Mittelpunkt stehen koordinierte Drehbewegungen des Körpers im Raum und in der Wirbelsäule. Sie sollen das Nervensystem anregen, die Körperspannung (den Tonus) gut zu regulieren. Dabei sollen frühkindliche Reflexe, die noch aktiv sind, oder eingefahrene Bewegungsmuster möglichst nicht stören.
Ein zentraler Grundsatz lautet: „Es werden keine Funktionen geübt, die (noch) nicht möglich sind.“ Das Konzept ruht auf drei Säulen: Rotationsübungen, die Gestaltung des Alltags und die Arbeit im Mundbereich.
Was ist Rota-Prophylaxe?
Rota-Prophylaxe ist die vorbeugende, begleitende Anwendung der Rota-Prinzipien. Sie soll die Nachreifung der Bewegungsentwicklung und die Vernetzung im Gehirn unterstützen und frühkindliche Reflexe abschwächen, die noch aktiv sind. Eine Rota-Prophylaxe-Anwenderin vermittelt einfache Übungen und schaut besonders auf den Alltag: günstige Sitz- und Liegepositionen, Bewegung, Sport und Freizeit.
Rota-Prophylaxe ersetzt keine ärztliche oder körperlich-schulmedizinisch-therapeutische Behandlung (z.B. durch Physio- oder Ergotherapeut:innen).
Wann kann dieser Blick sinnvoll sein?
- Wenn Sie die Bewegungsentwicklung Ihres Kindes gut begleiten und unterstützen möchten
- Wenn Körperspannung, Haltung oder Koordination im Alltag auffallen, zum Beispiel beim Sitzen, Stillsitzen oder bei Unruhe
- Wenn Konzentration und Lernen anstrengend wirken
- Wenn Sie als Erwachsene:r Anregungen für Haltung, Bewegung und einen körperfreundlichen Alltag suchen
- Ergänzend zu einer laufenden ärztlichen oder physio-/ergotherapeutischen Begleitung
Beispiele für Anwendungsgebiete:
- ADHS, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme
- Lernschwierigkeiten (Legasthenie, Dyskalkulie)
- Autismus-Spektrum
- Wahrnehmungsbesonderheiten, innere Unruhe, Regulationsthemen
Ich arbeite ganzheitlich mit Familien rund um das Thema Gefühle, Lernstörungen und Prüfungsängste.
DIE FREUDE DARF WIEDER KOMMEN!
Beispielgeschichte
Niklas, 12 J., wollte nicht mehr in die Schule gehen, denn: Obwohl er vor Schularbeiten und Prüfungen ausreichend gelernt hat und daheim den Stoff drauf hatte, saß er vor dem Schularbeitenheft und hatte ein totales Black-Out. Das Gelernte war wie verschwunden. Gestern war doch noch alles da?! Die Angst blockierte ihn. Zu diesem Druck hinzu kamen Konzentrationsprobleme. Und Bauchweh. Und Kopfweh. Die Mutter von Niklas wusste nicht mehr weiter. Gemeinsam entdeckten wir die Ursachen von Niklas’ Prüfungsangst und lösten die Blockaden auf. Niklas wurde immer sicherer, fröhlicher und ausgeglichener. Nach unserer gemeinsamen Zeit bekam Niklas bessere Noten und vor allem: Seine Bauch- und Kopfschmerzen verschwanden. Er ging morgens ohne Nervosität in die Schule. Seine Eltern waren so glücklich, denn ihr Kind war glücklich und das gesamte Familienleben entspannte sich deutlich.
Fakten und Namen wurden selbstverständlich unerkenntlich gemacht.
Mein ganzheitlicher Zugang
Ich betrachte Entwicklung nicht nur über einzelne Symptome oder Verhaltensweisen. Körper, Nervensystem, Gefühle, Beziehungen und das familiäre Umfeld wirken zusammen und beeinflussen, wie ein Mensch sich reguliert, lernt und mit Belastungen umgeht.
Die Rota-Prophylaxe ergänzt diesen Blick um eine neurophysiologische Perspektive auf Bewegung, Körperregulation und Entwicklung. Dort, wo es sinnvoll ist, verbinde ich Elemente des Rota-Konzeptes mit meiner klinisch-psychologischen Arbeit.
Gerade bei Kindern ist mir wichtig, nicht nur das Kind selbst zu betrachten. Auch Eltern, Alltag und Familiensystem spielen eine wesentliche Rolle. Deshalb arbeite ich – je nach Anliegen – auf mehreren Ebenen: körperlich, emotional, mental und systemisch.
So entsteht kein starres Behandlungsschema, sondern ein individueller Zugang: Wir schauen gemeinsam, was aktuell Unterstützung braucht und an welcher Stelle Veränderung am besten ansetzen kann.